Landesvorstand

Der Landesvorstand wurde auf der Mitgliederversammlung am 8. Mai 2019 neu gewählt. Er besteht momentan aus fünf Mitgliedern.

Siegfried Chevalier

Jahrgang 1977

Ich bin in Hamburg geboren und Volkswirt. Vor einigen Jahren habe ich von der IT zum Controlling gewechselt und arbeite seit 2015 als Controller. Für die direkte Demokratie setze ich mich seit der Hamburger Wahlrechtskampagne 2004 ein und hatte das Vergnügen, bei vielen Kampagnen von Mehr Demokratie Hamburg mithelfen zu können.

Als Vorstandsmitglied würde ich mich gerne um organisatorische Themen und die Finanzen kümmern, aber auch darum, die Kampagnenfähigkeit weiter auszubauen. Inhaltlich möchte ich darauf hinwirken, die Beteiligungsmöglichkeiten in Hamburg und auf Bundesebene zu verbessern und voranzubringen. Gerne in Form einer von Mehr Demokratie gestarteten Volksinitiative.

Thérèse Fiedler

Jahrgang 1985

In Halle/ Saale geboren, bin ich Rechtsanwältin in der Hamburger Sozialrechtskanzlei Hohage, May und Partner, die sich auf das Recht der Menschen mit Behinderung spezialisiert hat. Ende 2016 wurde ich Mitglied in der Partei DIE LINKE, in der ich Mitte 2018 in den Vorstand des Bezirksverbandes Altona gewählt wurde. Bei den Bezirkswahlen im Mai 2019 trete ich gemeinsam mit dem derzeitigen Fraktionsvorsitzenden der Linken, Robert Jarowoy, als Spitzenkandidatin an. Weiterhin bin ich Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Kindheit und Jugend.

Während meines bürgerlichen Engagements wurde mir schnell klar, wie wenig die Bürgerbeteiligung im Bezirk und in Hamburg generell ernst genommen wird. Bürgerinitiativen, die u.a. mittels Bürgerbegehren in den Angelegenheiten vor Ort ihr Mitspracherecht einforderten und einfordern, wurden durch Entscheidungen des Senats über Evokationen oder Abschluss von Bürgerverträgen, die nicht eingehalten wurden, an eben diesem gehindert. Bürgerbeteiligungen, an denen ich bzgl. der Bebauung des Spritzenplatzes oder der Gestaltung der Max-Brauer-Allee selbst teilgenommen hatte, wirkten wie ein Feigenblatt, bei denen die Entscheidungen schon vorgegeben schienen und eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Bürger*innen und ihren Anliegen nicht stattfand. Zementiert wird diese Situation dadurch, dass die Bezirksversammlungen aufgrund des Art. 4 der Hamburger Verfassung nicht wirklich die alleinige Entscheidungshoheit in bezirklichen Belangen haben, sondern auf Rahmenzuweisungen sowie Entscheidungen auf Senatsebene angewiesen sind.

Diese Situation möchte ich nicht nur mittels meiner politischen Ämter, sondern auch durch eine Mitgliedschaft im Vorstand von Mehr Demokratie e.V. Hamburg aktiv verändern, um den Bürger*innen vor Ort mehr Selbstbestimmung und Mitspracherecht in ihren Angelegenheiten zu ermöglichen.

Gregor Hackmack

Jahrgang 1977

Ich war von 2004 bis 2014 Mitglied des Landesvorstands von Mehr Demokratie Hamburg. In diesen 10 Jahren habe ich mich für ein bürgerfreundliches Wahlrecht, die Verbindlichkeit von Volksentscheiden und das Hamburger Transparenzgesetz eingesetzt. Alle Kampagnen waren erfolgreich und haben Hamburg zur Hauptstadt der direkten Demokratie gemacht. Doch in den letzten Jahren haben die Bürgerschaftsmehrheit (Stichwort Referenden von oben) und das Landesverfassungsgericht (Urteil vom 13. Oktober 2016) die direkte Demokratie in Hamburg wieder abgebaut. Dagegen müssen wir uns wehren.

In den kommenden zwei Jahre würde ich gerne dazu beitragen, die direkte Demokratie wieder zu stärken: durch die Verbindlichkeit von Bürgerbegehren, obligatorische Verfassungsreferenden und die Aufnahme der direkten Demokratie als Staatsziel in die Landesverfassung. Alle drei Themen sollten wir als Landesverband versuchen parallel zur Bundestagswahl 2021 zur Abstimmung zu bringen.

Anke Kewitz

dav

Jahrgang 1954

Bin eine Hamburger Deern. Kauffrau für Bürokommunikation.
Verheiratet, 2 Kinder, 3 Enkelkinder.

Mitglied bei Mehr Demokratie seit 2015.
Eintrittsmotiv: Nach Artikel 21 wirken die Parteien an der Willensbildung des Volkes (von dem alle Macht ausgeht) mit - nicht mehr aber auch nicht weniger. Diesen Artikel 21 möchte ich angewandt wissen. Dafür setze ich mich aktiv ein. Ab 2015 habe ich konstruktiv im Trägerkreis „Rettet den Volksentscheid“ mitgearbeitet.

Ehrenamtliche Arbeit begleitet mich seit Jahrzehnten, die da waren und sind:
Vorstand der Mitarbeitervertretung der Diakonie Wilhelmsburg
Kassiererin bei der AWO Wilhelmsburg
Vorstand des Freundeskreis e.V. pflegen&wohnen Wilhelmsburg
Schriftführerin im Kleingartenverein Windmühle e.V.
Mitglied im Förderverein Bürgerhaus Wilhelmsburg
Mitglied im Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg
Zehn Jahre Mitglied in der SPD Kreis1, Hamburg- Mitte. Davon acht Jahre 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60 plus. Mandat in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte.

Mein Austritt aus der SPD 2015 ging unter anderem darauf zurück, dass die dortige innere Ordnung Willensbildung nach demokratischen Grundsätzen von der Basis der Partei zu den Funktionärsoligarchen (Machterhalts-Methoden) keine Chance lässt (z.B. keine Umsetzung eines unliebsamen Parteitagsentschlusses).

Mein Antrieb ist von je her: Mit den Menschen, für den Menschen, unsere Gesellschaft für ein besseres Miteinander zu gestalten.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, um die gesteckten Ziele von Mehr Demokratie mit allen Mitglieder/innen im Team zu erreichen.

Thomas Michel

Jahrgang 1968

Ich bin kaufmänischer Angestellter, verheiratet und lebe seit 2006 in Rahlstedt. Neben Mehr Demokratie e.V. bin ich auch Mitglied im Cannabis Social Club Hamburg, Fossil Free Hamburg und der Piratenpartei Hamburg, dort seit 2009.

Im Zusammenhang mit Mehr Demokratie war ich in den vergangenen Jahren an diversen Aktionen beteiligt. Zum Beispiel an der Kampagne zur Initiative für ein Transparenzgesetz in Hamburg und an der Kampagne zur Europäischen Bürgerinitiative. Mit der Piratenpartei Hamburg haben wir erfolgreich vor dem Hamburgischen Verfassungegericht gegen die 3% Hürde bei Bezirkswahlen geklagt.

Meine aktuellen Zielsetzungen sind Bürgerbeteiligung in Hamburg endlich verbindlich zu machen und die Erweiterung der Bürgerbeteiligung um zusätzliche Möglichkeiten der Online-Beteiligung. Ich möchte mich für das Ende der Möglichkeit zur Evokation und Schaffung einer "echten" kommunalen Ebene in Hamburg einsetzen.