Landesvorstand

Der Landesvorstand besteht momentan aus acht Mitgliedern.

Heiner Bode

Jahrgang 1959, Diplom-Informatiker
Engagement für mehr direkte Demokratie bereits im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung und bei der selbstorganisierten Volksabstimmung gegen die Raketenstationierung in den achtziger Jahren.

Mitglied bei Mehr Demokratie seit 1998 unmittelbar nach den erfolgreichen Volksinitiativen für die verbesserte Volksgesetzgebung und für Bürgerentscheide in Hamburg.
Teilnahme an den anschließenden Kampagnen bis zu den Volksentscheiden.

Von 2003 bis 2004 Mitglied des Hamburger Landesvorstand, zeitweise Büroorganisation, daneben und danach Werbung für die Wahlrechtsinitiative auf Straßen und Märkten.
Seit 2000 Mitglied der Partei "Die Linke" (damals noch PDS). Dort Werbung um Unterstützung für unsere Kampagnen, ebenso bei der Gewerkschaft HBV (heute ver.di) und bei Attac.
Knapp einjährige Vertriebstätigkeit für die Hamburger Initiativenzeitung (HIZ) mit Kontakten zu anderen Initiativen und Organisationen.

Nach zeitweiligem Wechsel des Wohnortes und erhöhter beruflicher Beanspruchung seit 2015 wieder Mitglied des Landesvorstandes.
Nach dem Stopp der Volksinitiative "Rettet den Volksentscheid" durch das Verfassungsgericht sehe ich als strategischen Schwerpunkt das Prinzips der kommunalen Selbstverwaltung in Hamburg. Bezugspunkte sind laufende und bereits abgewürgte Bürgerbegehren in den Bezirken, außerdem die Aufnahme der im Grundgesetz vorgesehenen Selbstverwaltung der Gemeinden in die Hamburger Landesverfassung. Dies schließt die gleichberechtigte Teilnahme der Staatsangehörigen aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ein.
Auflerdem müssen die ständigen Angriffe auf unser Wahlrecht zurückgewiesen werden.

Dr. Manfred Brandt

72, Landwirt und Agrarwissenschaftler, Gründungsmitglied des Landesverbandes Hamburg von Mehr Demokratie, Vertrauensperson mehrerer Volksinitiativen zur Verbesserung der Demokratischen Strukturen in Hamburg,
Mitglied im Landesvorstand von Mehr Demokratie.

Im Falle meiner Wiederwahl würde ich mich gern um Folgendes kümmern:
Dauerhafte Finanzierung einer Stelle für die Geschäftsführung des Landesverbandes, damit unsere Kampagnenfähigkeit gestärkt und die inhaltliche Arbeit verbessert wird. Auch möchte ich auf diesem Weg meine Erfahrungen und Kenntnisse effektiver weitergeben.

Die inhaltlichen Schwerpunkte wären: Vermeidung von Wahlrechtsänderungen, Durchsetzung anwendungsfreundlicher Verfahren der direkten Demokratie und Stärkung der Bezirke.

Ulrike Dockhorn

48, Unternehmerin, Mutter von zwei Kindern

Vor drei Jahren habe ich mit weiteren Mitstreitern die Volksinitiative Guter Ganztag initiiert. Nach dem Erfolg der Volksinitiative, einigten wir uns mit dem Senat auf verschiedene Verbesserungen für die Kinder im schulischen Ganztagsbereich. Bis heute begleiten wir kritisch die Umsetzung.

Die Möglichkeit als Bürgerin, ohne Parteizugehörigkeit, aktiv Politik mitzugestalten, finde ich sehr wertvoll. Das Korrektiv der repräsentativen Demokratie muss erhalten bleiben und gestärkt werden. Dafür trete ich ein.

Angelika Gardiner

Jahrgang 1941, ist Journalistin mit den Themenschwerpunkten Entwicklungszusammenarbeit, Menschen- und Bürgerrechte. Die gebürtige Münchnerin lebt seit 1980 in Hamburg.
Für ihr frauen- und kinderpolitisches Engagement erhielt sie mehrere Journalistenpreise. Sie arbeitet in verschiedenen Bürgerinitiativen und gemeinnützigen Vereinen mit, ist Mitglied im Kuratorium von Mehr Demokratie e.V. und Stiftungsratsvorsitzende der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung.
Sie war Mitinitiatorin des erfolgreichen Volksentscheids für ein bürgernahes Wahlrecht in Hamburg und setzt sich seit Jahren für Verbesserungen der demokratischen Strukturen in Hamburg ein.

Joachim Lau

"In Zusammenhängen denken"
Lehrer, 59 Jahre alt, aufgewachsen in Volksdorf. Seit 16 Jahren wohne ich in Langenhorn, bin verheiratet und habe ein Kind.

Mein politischer Lebenslauf:
Seit fast 40 Jahren engagiere ich mich für unsere Gesellschaft in verschiedenen Zusammenhängen.
Erst im Sportverein, in der Hamburger Sportjugend und im Hamburger Sportbund.
1991 bin ich in die GAL eingetreten. Erfahrungen habe ich reichlich in der Bezirksversammlung Wandsbek und in Ausschüssen gesammelt. Seit November 2014 bin ich parteilos.
Seit vielen Jahren bin ich in lokalen Bürgerinitiativen aktiv. Ich bin Vertrauensmann beim Bürgerbegehren/Bürgerentscheid "Langenhorn73", sowie beim Bürgerbegehren "Ochsenzoll". Mit anderen Menschen zusammen habe ich das Nordnetz gegründet. Aktiv war ich gegen Olympia in Hamburg. Ich bin überzeugt, dass die Nichtbewerbung Schaden von meiner Heimatstadt abhält.

Aktuelle Ziele:
Ich möchte mich weiterhin einsetzen für eine stärkere Vernetzung verschiedener Zusammenhänge und Initiativen. Ganz wichtig für mich ist echte Bürgerbeteiligung, die auch zu Veränderungen führt. Dies ist angesichts geringer Wahlbeteiligung aus Sorge um unsere Demokratie wichtiger denn je.
Bürgerbegehren "ersetzen einen Beschluss der Bezirksversammlung" und sind deshalb in Hamburg nicht viel wert - die Fachbehörden ignorieren Beschlüsse von Bezirksversammlungen oft genug. Hier muss eine Verbesserung erreicht werden, auch unterhalb einer Verfassungsänderung. Langfristig muss ein Ende der Senats-Evokationen und der "feigen" Evokationen (Anweisung einer Senats-Kommission an Bezirke) erreicht werden.

Bernd Kroll

Jahrgang 1957, Diplom-Kaufmann, Diplom Politologe, drei Kinder, Student der Philosophie an der Uni HH
Seit über 40 Jahren politisch aktiv, u.a. Gründungsmitglied der Grünen Radler Hamburg, Hamburger Fahrradsternfahrt, Bezirksabgeordneter für die CDU im Bezirk Hamburg Nord, Anti AKW Bewegung, Vertrauensperson für die Volksinitiative "Stopp des Busbeschleunigungsprogramms", Sprecher der INI UNSER MÜHLENKAMP, Mitglied im Trägerkreis Starkes Hamburg und seit 2016 auch bei Mehr Demokratie.

Zielsetzung:

  • Bürgerbeteiligung in Hamburg stärken und weiterentwickeln
  • Das Wahlrecht als Basis für den demokratischen Prozess verbessern und modernisieren.
  • Die Regelungswut und die Bevormundung durch die Hamburger Verwaltung einschränken, die Rechte der Individuen stärken.
  • Umwandlung der Bezirksversammlung zu kommunalen Parlamenten im Sinne einer kommunalen Selbstverwaltung auch in Hamburg

Thomas Michel

Ich bin Jahrgang 1968, kaufmänischer Angestellter, verheiratet und lebe seit 2006 in Rahlstedt.
Neben Mehr Demokratie e.V. bin ich auch Mitglied im Cannabis Social Club Hamburg, Fossil Free Hamburg und der Piratenpartei Hamburg, dort seit 2009.

Im Zusammenhang mit Mehr Demokratie war ich in den vergangenen Jahren an diversen Aktionen beteiligt. Zum Beispiel an der Kampagne zur Initiative für ein Transparenzgesetz in Hamburg und an der Kampagne zur Europäischen Bürgerinitiative.
Mit der Piratenpartei Hamburg haben wir erfolgreich vor dem Hamburgischen Verfassungsgericht gegen die 3% Hürde bei Bezirkswahlen geklagt. Zuletzt war ich im Trägerkreis "Rettet den Volksentscheid" aktiv.
Meine aktuellen Zielsetzungen sind Bürgerbeteiligung in Hamburg endlich verbindlich zu machen und die Erweiterung der Bürgerbeteiligung um zusätzliche Möglichkeiten der Online-Beteiligung.
Ich möchte mich für das Ende der Möglichkeit zur Evokationen und für die Schaffung einer "echten" kommunalen Ebene in Hamburg einsetzten. Und zu den größten Herausforderungen der kommenden zwei Jahre gehört sicher auch die Verteidigung des bestehenden Hamburger Wahlrechtes.

Helena Peltonen-Gassmann

Diplom-Kauffrau, geb 1951 in Helsinki, verheiratet

In meinem Berufsleben (bis Ende 2011) lebte und arbeitete ich in mehreren Städten in Deutschland und Europa: an der Uni Saarbrücken, bei der EU-Kommission in Luxemburg, bei Unternehmen in Deutschland und Brüssel, auf nationaler, Europäischer und globaler Ebene in den Bereichen Statistik, Finanzen und IT. Die Vorzüge des gemeinsamen Europas lernte ich dabei sehr schätzen, sammelte aber auch Erfahrungen, die mich für den Einsatz für mehr Transparenz und mehr demokratische Teilhabe der Bürger antreiben.

Ehrenamtlich bin ich auch aktiv im Kampf gegen Korruption, die am besten dort gedeiht, wo Geheimniskrämerei und Mangel an Bürgerrechten und demokratischen Prozessen herrschen.Der Erfolg mit dem Hamburgischen Transparenzgesetz, an dem ich aktiv beteiligt war, beflügelt mich noch immer. Die Handhabung des Gesetzes, verlangt aber stete kritische Aufmerksamkeit. Weitere Schwerpunkte meiner Aktivitäten wären gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen die Handelsabkommen wie CETA, TTIP und TiSA, so wie sie heute gestaltet sind, zu verhindern. Gerechter Welthandel muss her! Und das geht nur mit einer demokratischeren EU.

Personaländerungen des Landesvorstands auf der Landesmitgliederversammlung

Der Landesvorstand wurde auf der Landesmitgliederversammlung am 10. Mai 2017 neu gewählt. Die nächste Wahl findet 2019 statt.