01. August 2017

Newsletter 07/17: Trittbrettfahrer AfD

Ziemlich dreist, was sich die AfD derzeit leistet

Von Angelika Gardiner

Eigentlich sind Parteien darauf erpicht, sich allein schon durch Plakatfarben und Schlagworte klar von anderen Organisationen zu unterscheiden. Nicht so die Hamburger AfD. Die Farbgebung hat sie von Mehr Demokratie kopiert (mit unseren rot-blau-weißen Plakaten waren wir schon vor fünfzehn Jahren unterwegs, da gab es die AfD noch gar nicht). Und den Slogan „Mehr direkte Demokratie wagen“, diesen abgewandelten Ausspruch von Willy Brandt, hat sie auch geklaut.

Wer in diesen Tagen durch Hamburg fährt, kann die AfD-Plakate kaum übersehen. Die Verwechslungsmöglichkeit mit Mehr Demokratie sieht absolut gewollt aus.
Aber wir haben damit nichts zu tun!

Auch wenn die AfD-Europa-Abgeordnete v. Storch im Hamburger Rathaus den bundesweiten Volksentscheid als zentrales Ziel ihres Parteiprogramms nennt:
Wir arbeiten mit der AfD konsequent nicht zusammen – nicht einmal in diesem für uns so wichtigen Punkt!

Die Gründe sind ganz einfach und wurden auf der Bundesmitgliederversammlung von Mehr Demokratie im Mai 2017 in folgender Erklärung zusammengefasst:
Für Mehr Demokratie ist Demokratie untrennbar verbunden mit dem aktiven Schutz der Würde jedes Menschen, mit dem Schutz von Minderheiten, mit der Achtung der Menschenrechte, mit Toleranz und Respekt für vielfältige Lebensentwürfe und mit der aus der deutschen Geschichte resultierenden Verantwortung.

Dieses Demokratieverständnis ist auch die Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Parteien oder anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen.
 Eine Mehrzahl unserer Mitglieder sieht diese Voraussetzung bei der AfD nicht gegeben.


Angst vor dem Volk

Plötzlich ist da wieder diese Angst vor dem Volk - unser Bundesvorstandssprecher Ralf-Uwe Beck hat dazu einen Kommentar geschrieben, der die Dinge wieder zurecht rückt: "Die neue Angst vor der direkten Demokratie"

Bitte vormerken

Am 9. November wird Mehr Demokratie Hamburg 20 Jahre alt - und das wollen wir mit einem unterhaltsamen Abend im Goldbekhaus feiern! Am Programm feilen wir noch, deshalb verraten wir jetzt nur, dass wir auch ein Kabarett einplanen. Nähere Informationen kommen rechtzeitig!

„Spieglein, Spieglein …“

Unsere Spiegelaktion am Tag der G20-Protestwelle hat großen Eindruck gemacht. Zurzeit tourt der Spiegel durch die Republik und macht am 20. August wieder Station in Hamburg, in der Ottenser Hauptstraße 1-2. Wir konzentrieren uns dabei ganz auf unsere alte Kernforderung nach bundesweiten Volksentscheiden. In der Zeit von 10-16 Uhr findet die Aktion in Altona statt. Die Bundestagskandidaten laden wir ab 11 Uhr zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Wer ist der Souverän?“ ein. Kommt mit dazu, hört was die Kandidaten zu sagen haben und verbreitet die Nachricht. Welche Politiker wir als Ansprechpartner gewonnen haben, weisen wir bald auf unserer Webseite aus und halten Sie auf dem Laufenden.